wirr, sehr wirr! und damit ein film GENAU nach meinem geschmack

hach, war das schön! abschlussfilm des fantasyfilmfests und trotzdem – oh freude! – kein horrorkram so wie 98% der fff-filme.
der halb-mexikaner stéphane wird von seiner mutter unter falschen versprechungen nach frankreich gelockt, wo er sogleich einen seltenlangweiligen job unter einem lustigen sex maniac von chef antritt. alles ist irgendwie mist und er flüchtet sich in tagträume, besser gesagt in eine ganze traumwelt, die er stück für stück auf- und ausbaut. in seinem kopf führt er eine eigene traum-fernsehshow im eigens aufgebauten fernsethstudio aus eierpappe, seine welten bestehen aus zellophan und jeder menge pappe.
optisch ist das ganze also schonmal ein ziemliches abenteuer, aber ein wirklich großartiges.
der arme stéphane kann leider traum und realität nicht ganz sauber trennen und wird so vom leben ziemlich gebeutelt. fast verliert er seinen job, weil er statt zur arbeit zu gehen nur davon träumt, es zu tun und die nachbarin stéphanie, in die er sich verliebt, ist schnell beleidigt, weil er ihr im traum nicht sehr schmeichelhafte briefe schreibt, die er ihr in der realität dann unbewusst auch zukommen lässt… klingt alles sehr kompliziert (ist es stellenweise auch – der sprachmix aus englisch, französisch und spanisch macht’s nicht leichter) sehr lustig und schön anzusehen. in der letzten viertelstunde schwächelt der film etwas, aber naja, damit kann man leben.
und: mittlerweile kann ich mich jetzt also mit regisseur michel gondry anfreunden, mit eternal sunshine of the spotless mind hatte der mich ja nicht so überzeugt. hmm. allerdings werde ich letzterem noch ‘ne chance geben. näheres folgt…
..ab 28.10. im kino
angucken und – wundern!